Infrarot auf dem Vormarsch: Wärmestrahlung für mehr Wohlbefinden und Gesundheit

Der eine oder andere hat vielleicht noch die alte Rotlichtlampe von Oma auf dem Speicher stehen – für die meisten ist Infrarotstrahlung allerdings ein Buch mit sieben Siegeln. Das ist schade – denn Infrarotstrahlung kann enorm viel für unsere Wellness und unser Wohlbefinden tun – und bietet auch im technischen Bereich einige sehr interessante Möglichkeiten.

Auf dieser Seite wollen wir deshalb einmal einen Überblick über Infrarotstrahlung geben und Ihnen zeigen, wo überall Infrarot Ihnen nützen kann.

Was ist Infrarotstrahlung überhaupt?

Grundsätzlich ist Infrarotstrahlung ein Teil des elektromagnetischen Spektrums. Sie liegt zu einem großen Teil in einem Bereich, der nicht sichtbar ist.

Von ihrer Wellenlänge her lässt sich Infrarotstrahlung zwischen sichtbarem Licht und der sogenannten Tetrahertz-Strahlung einordnen. Physikalisch exakt bezeichnet das also einen Wellenlängenbereich zwischen 1 mm und 780 nm – entsprechend einem Frequenzbereich zwischen 300 GHz und 400 THz. Das sind zumindest die physikalischen Eckdaten der Infrarotstrahlung – das sagt als bloßer Zahlenwert allerdings nicht viel aus.

Viel wichtiger zu wissen ist, dass Infrarotstrahlung eine Wärmestrahlung ist – das heißt, sie ist in der Lage, Wärmeenergie zu übertragen. Das ist der interessanteste Punkt der Infrarotstrahlung. Trifft diese Strahlung auf einen Körper, der das entsprechende Frequenzspektrum aufnehmen kann, erwärmt sie diesen Körper. Hierin liegt ein großer Nutzen der Infrarotstrahlung.

Die etwas längerwellige Tetrahertz-Strahlung (über 1 mm Wellenlänge) überträgt zwar auch noch Wärmeenergie, allerdings nur noch eine geringe Energiemenge. Sie wird eher dazu verwendet, um die Wärmeabgabe von Lebewesen (z. B. Pflanzen) an ihre Umgebung zu messen. Die Wärme, die alle lebende Individuen abstrahlen, kann man gut im Tetrahertz-Bereich messen. Durch die geringe Energiemenge gelingt es allerdings umgekehrt kaum, mit Strahlung im Tetrahertz-Bereich noch Gegenstände oder Individuen zu erwärmen. Dafür eignet sich am besten die Infrarotstrahlung.

Die Infrarotstrahlung der Sonne

Infrarotstrahlung der Sonne

Lassen wir den – zugegeben sehr theoretischen – Bereich der Physik nun einmal hinter uns, und sehen wir uns einmal ein ganz praktisches Phänomen an: die Sonnenstrahlung.

Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf einem Gletscher beim Skilaufen. Es ist Winter, die Außentemperatur beträgt 0 °C – und trotzdem ist Ihnen warm. Wenn Sie beim Apres-Ski im Liegestuhl in der Sonne liegen, könnten Sie das häufig sogar im T-Shirt tun.

Das ist ein sehr gutes Beispiel dafür, was Infrarotstrahlung bewirken kann. Das Sonnenlicht erstreckt sich über ein weites Spektrum – darin ist unter anderem auch Infrarotstrahlung vorhanden (neben der UV-Strahlung, die sich am anderen Ende des Spektrums von sichtbarem Licht anschließt, und die eher unerwünscht ist).

Der größte Teil dessen, was Sie an diesem Skitag auf dem Gletscher beim Apres-Ski so stark erwärmt ist der Anteil an Infrarotstrahlung, den die Sonne emittiert. Wenn er auf Ihren Körper trifft, erwärmt er ihn – obwohl die umgebende Luft weiterhin 0 °C hat. Die Wärme, die Sie empfinden, ist keine Einbildung: sie liegt daran, dass der menschliche Körper Infrarotstrahlung sehr gut aufnehmen und in lokale Wärme verwandeln kann – Luftmoleküle dagegen nur in sehr geringem Maß. Das erklärt den Unterschied in der Temperatur, die Sie in Ihrem Körper empfinden und der Lufttemperatur. Es handelt sich also um ein klar nachweisbares, physikalisches Phänomen.

Die Wirkung von Infrarotstrahlung auf den menschlichen Körper

Technisch gesehen kann man Infrarotstrahlung nach ihrer Wellenlänge in verschiedene Klassen einteilen:

  1. Infrarot-A (IR-A) … Wellenlänge von 780 nm bis 1.400 nm
  2. Infrarot-B (IR-B) … Wellenlänge von 1.400 nm bis 3.000 nm
  3. Infrarot-C (IR-C) … Wellenlänge von 3.000 nm bis 1 mm

Das ist für die Wirkung auf den menschlichen Körper bedeutsam, da sich je nach Wellenlänge die Eindringtiefe in den menschlichen Körper verändert.

IR-C dringt in der Regel nur bis ca. 0,1 mm unter die Körperoberfläche – die deutlich kurzwelligere IR-A Strahlung kann aber bis zu 4 oder 5 mm tief in den Körper eindringen (sogenannte „Tiefenwärme“).

Durch die Wärmeleitung im Gewebe wird die Wärmeenergie der eingedrungenen Strahlung noch weiter in die Tiefe geleitet. Es gelingt daher, mit einer oberflächlich auf den Körper auftreffenden Strahlung auch sehr tiefe Gewebeschichten zu erwärmen.

Durch die wohltuende Wärme steigt die Durchblutung auch in tieferen Gewebeschichten – das erzeugt Wohlgefühl, Entspannung und die Selbstheilungskräfte des Körpers im Bereich des bestrahlten Areals werden angeregt.

Wo wird Infrarotstrahlung eingesetzt?

Außer beim Sonnenbaden – egal um welche Jahreszeit – kann man die Infrarotstrahlung auch noch auf anderen Wegen nutzen. In vielen Fällen nutzt sie dabei – zumindest mittelbar – auch unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden.

Infrarotstrahlung zur Raumheizung: die IR-Heizung

Seit einigen Jahren beginnen Infrarot-Heizungen langsam den Markt zu erobern. Die dabei eingesetzten Infrarotstrahler geben Wärmestrahlung an den Raum ab und erwärmen alle darin enthaltenen Festkörper: die Wände, Boden und Decke, die Möbel und den Körper jeder Person, die sich im Raum befindet. Der Effekt ist der gleiche, wie bei unserem vorherigen Beispiel mit der wärmenden Sonne auf dem Gletscher.

Die umgebende Raumluft wird dabei nicht erwärmt, genauso wie auf dem Gletscher. Das wäre auch nicht wünschenswert.

Wärmewellen versus Konvektion

Traditionelle Raumheizungen erwärmen vor allem die Luft im Raum – was unter anderem zu einem eher unangenehmen Effekt führt, der physikalisch als Konvektion bezeichnet wird: die Heizkörper erwärmen die Luft, die daraufhin nach oben steigt, von unten strömt die kalte Luft zum Heizkörper hin. Auf diese Weise kommt es zu einem ständigen Luftkreislauf und Luftzug im Raum.

Wie man sich leicht denken kann, ist eine traditionelle Raumheizung gerade bei schlechter gedämmten Gebäuden nicht sehr effizient: die warme Luft entweicht ohne hohe Wärmedämmung sehr schnell. Da nur die Raumluft erwärmt wird, bleiben die Außenwände vergleichsweise kalt, die erwärmte Luft kann die massiven Materialien nur sehr schlecht erwärmen. Je mehr Wärme aber aus dem Raum entweichen kann, desto mehr muss nachgeheizt werden. Um einen kalten Raum aufzuheizen, muss außerdem zunächst einmal sehr viel Luft umgewälzt werden, bis man ein subjektives Wärmegefühl im Raum empfindet, weil die Raumluft angewärmt wurde.

Durch den Konvektionseffekt und den ständigen Zustrom von kalter Luft quer durch den Raum zum Heizkörper werden außerdem feinste Staubteilchen immer wieder durch den Raum gewirbelt. Das Phänomen, das im Volksmund oft als „trockene Heizungsluft“ beschrieben wird, beruht im Wesentlichen eigentlich auf den hochgewirbelten, feinen Staubteilchen. Wir atmen sie ein und wenn sie sich in unseren Atemwegen festsetzen, haben wir das Gefühl von ausgetrockneten Schleimhäuten in Nase und Kehle.

Es ist also nicht die mangelnde Luftfeuchtigkeit, die uns zu schaffen macht, sondern es sind in Wirklichkeit die feinsten, kaum sichtbaren Staubteilchen, die in jedem Raum vorhanden sind. Für Allergiker sind diese Staubbelastungen, die bei einer klassischen Heizung kaum zu vermeiden sind, meist eine sehr große Plage.

Infrarotheizungen verursachen keine Konvektion

Wie wir aus dem eingangs beschriebenen Beispiel mit dem Gletscher bereits ersehen konnten, wird die Luft durch Infrarotstrahlung kaum erwärmt. Die Strahlungswärme wird lediglich von Festkörpern in hohem Maß aufgenommen.

Alle negativen Effekte der Konvektion (ständige Luftumwälzung im Raum, hohe Wärmeverluste bei schlechter Dämmung, aufgewirbelter Staub) entfallen bei einer Heizung, die auf Strahlungswärme beruht – wie der Infrarotheizung.

Zudem braucht bei einer Infrarotheizung nicht erst die gesamte Raumluft (bei großen Räumen ist das eine Luftmenge von vielen Kubikmetern) mehrfach „umgewälzt“ werden: sobald man sich im Bereich der Infrarotstrahlung befindet, die von der Heizung abgegeben wird, ist einem sehr schnell warm. Genau so, wie wenn man an einem kalten Tag in den wärmenden Sonnenschein tritt.

Wie gut ein Raum gedämmt ist, spielt kaum eine Rolle, da die Luft im Raum nicht erwärmt wird. Für unser Wärmeempfinden spielt das aber keine Rolle – auch wenn die Luft kalt ist, ist uns im Bereich der Wärmestrahlung angenehm warm. Und wo keine warme Luft vorhanden ist, spielt es auch sehr wenig Rolle, ob die Wände stark oder schwach gedämmt sind.

Da keinerlei Konvektion stattfindet, unterbleibt auch das ständige Umherwirbeln der Staubteilchen im Raum. Die Luft wird nicht „trocken“ (also: „staubig“) und besonders Allergiker können befreit aufatmen. Da keine überwärmte Luft im Raum vorhanden ist, werden wir auch weniger schnell müde und träge.

Infrarotheizungen sind durchaus effizient

Stromversorgung durch Infrarotstrahlung

Das wurde immerhin in einer Universitätsstudie der TU Kaiserslautern schon vor einigen Jahren klar bestätigt.

Infrarotheizungen können Räume sehr schnell aufheizen – damit können sie auch ausgeschaltet bleiben, wenn man einen Raum gerade nicht nutzt (Badezimmer werden häufig nur morgens und abends für eine kurze Zeit benutzt, tagsüber jedoch kaum).

In diesen Räumen genügt es unter Umständen, Infrarotheizungen lediglich für wenige Minuten pro Stunde laufen zu lassen, solange man den Raum nicht nutzt. Bei Bedarf kann die Infrarotheizung dann einfach angeschaltet werden und man hat innerhalb weniger Minuten ein angenehmes Wärmegefühl im Raum.

Ein weiterer Vorteil der Infrarotheizung: es ist keine komplizierte Heizungsinstallation wie bei einer klassischen Warmwasserheizung nötig. Die einzelnen Heizelemente werden lediglich an der Wand befestigt und an einer nahegelegenen Steckdose eingesteckt. Das erspart hohe Installationskosten.

Da grundsätzlich keine Luft erwärmt werden muss, sind Infrarotheizungen auch sehr gute und vor allem sehr wirksame Terrassenheizungen.

Einziger Wermutstropfen: der Strompreis

Die Studie der TU Kaiserslautern hat deutlich gezeigt, dass eine sehr viel geringere Wärmemenge nötig ist, um Räume zu heizen, wenn man eine Infrarotheizung verwendet. Eine klassische Gasheizung verbraucht deutlich mehr Energie.

Das wird allerdings durch den hohen Strompreis aufgefangen: während 1 kWh Wärme aus einer Gasheizung rund 6 Cent kostet, muss man für Strom derzeit fast fünfmal so viel bezahlen. Trotz der höheren Effizienz der Infrarotheizung bleibt das Heizverfahren am Ende also deutlich teurer, bei selbst erzeugtem Strom aus einer Photovoltaik-Anlage dürfte man bei sinnvoller Planung der Gesamtanlage möglicherweise auf vergleichbare Kosten kommen.

Infrarotheizungen und Wellness

Die Lampe einer Infrarotlampe

Da die Raumluft nicht erwärmt und damit auch nicht überwärmt wird, der Körper aber ständiger Wärmestrahlung ausgesetzt ist, entsteht in Räumen mit Infrarotheizung ein sehr angenehmes körperliches Wärmegefühl und subjektiv ein hohes Wohlbefinden, während die Raumluft auf einer angenehmen, natürlichen Temperatur bleibt.

Auch eine Studie belegt, dass Infrarotheizungen – neben den theoretischen technischen Vorteilen – auch das Wohlbefinden und die Vitalität steigern können.

Infrarot-Sauna für mehr Wellness

Wenn schon die Infrarotheizung als reine Raumheizung messbare Wirkungen auf die Gesundheit und die Vitalität haben kann, liegt natürlich die Vermutung nahe, dass das bei einer Infrarot-Kabine (Infrarot-Sauna) noch viel mehr der Fall sein muss.

Im Inneren einer Infrarotkabine wird der Körper sehr großflächig von energiereicher Infrarotstrahlung getroffen und erwärmt sich dabei sehr stark. Der Effekt ist, wie zu erwarten, deutlich höher als bei einer Infrarotheizung.

Da die Infrarotstrahlungen sehr energiereich und die Kabinen sehr klein sind, entstehen im Inneren typischerweise Temperaturen zwischen 45 °C und 60 °C – rein von der Temperatur her gesehen lässt sich mit einer Infrarot-Kabine also durchaus ein ähnlicher Erwärmungseffekt erzielen, wie mit einer klassischen Sauna.

Der Unterschied liegt allerdings – wie schon bei der Infrarotheizung – darin, dass bei der Infrarotkabine nur Strahlungswärme abgegeben wird, nicht aber – wie bei der klassischen Sauna – die Luft durch einen Ofen erwärmt wird. Das bedeutet auch kurze Aufheiz-Zeiten und damit geringeren Energieverbrauch. Auf den Dampf der klassischen Sauna muss dabei allerdings verzichtet werden.

Unterschiedliche Wirkungen je nach Temperaturbereich

Bei Infrarotkabinen unterscheidet man zwei Anwendungsformen:

  1. die Anwendung oberhalb des sogenannten Thermoneutralzone (Reizanwendung)
  2. die Anwendung innerhalb des Thermoneutralzone

Bei der Reizanwendung werden vergleichsweise hohe Temperaturen verwendet (über 50 °C). Ziel ist hier nicht die gleichmäßige Durchwärmung des Körpers bis in die Tiefe, sondern setzt starke Temperaturreize auf den Körper. Häufig wechseln dabei auch Wärme und Kälte ab, was einen stimulierenden Effekt auf das vegetative Nervensystem und auf bestimmte Hautzonen auslöst. Die Temperatur im Körperinneren bleibt dabei allerdings konstant. Das Prinzip dabei ist ganz ähnlich wie bei Kneipp-Anwendungen. Problematisch kann hier allerdings sein, dass der Körper sehr viel Blut in die Haut schicken muss, um diese zu kühlen. Dadurch wird der Kreislauf belastet, was bei zeitlich begrenzter Anwendung allerdings einem stimulierenden Effekt auf den Kreislauf gleichkommt (ebenfalls analog zu klassischen Kneipp-Verfahren).

Bleibt man bei der Anwendung innerhalb der Thermoneutralzone (bei niedrigen Temperaturen und nur teilweiser Bestrahlung des Körpers), kommt es zu keiner „Alarmreaktion“ des Kreislaufs. Das an der Hautoberfläche nur leicht erwärmte Blut vermischt sich mit dem weiterhin neutral temperierten Blut im Körperinneren und führt nur langsam, dafür aber stetig zu einer Erhöhung der Körperkerntemperatur. Eine Stimulierung (und damit auch mögliche Belastung) des Kreislaufs wird damit vermieden, die Erwärmung des Körpers erfolgt sanft von innen nach außen. Das sanft erwärmte Blut erwärmt dabei mit der Zeit auch langsam auch die Körperschale – Muskelgewebe, Bindegewebe, Fettgewebe, Knochen und Gelenke. Dadurch werden in allen Körperbereichen die Durchblutung als auch Stoffwechselprozesse angeregt, man beginnt leicht zu schwitzen und der Körper ist damit auch in der Lage durch den beschleunigten Stoffwechsel und das leichte Schwitzen viele Giftstoffe und Schadstoffe nach außen zu transportieren („Entschlackung‘). Durch die wohltuende Wärme, die aus dem Körperinneren kommt, entsteht auch ein Gefühl der Gelöstheit und Entspannung.

Beide Methoden haben ihre eigenen Anwendungsbereiche und sollten entsprechend der eigenen Zielsetzung und der beabsichtigten gesundheitlichen Wirkung eingesetzt werden.

Die Wirksamkeit von Infrarotkabinen wurde auch in Studien bewiesen. Das kann man unter anderem hier nachlesen (in Englisch).

Dr. Peter Jennrich fokussiert sich in seinen Untersuchungen dagegen vor allem auf die Entschlackungswirkung von Infrarotstrahlern.

Infrarotlampen: altbewährt und hilfreich

Infrarotlampen stellen die Wirkung einer Infrarotkabine „im Kleinen“ dar.

Je nach Größe der Infrarotlampe wird ein unterschiedlich großes Areal des Körpers bestrahlt, damit lassen sich sowohl punktuelle Wirkungen als auch eine großflächigere Durchwärmung des Körpers erzielen.

Die Auswahl ist hier sehr groß und reicht von eher schlichten, aber dafür einfach zu bedienenden Modellen bis hin zu größeren, dafür aber auch teureren Modellen. Einen guten Überblick über die einzelnen Geräte finden Sie in einem umfassenden Test verschiedener Rotlichtlampen.

Besonders beim Kauf ist wichtig zu beachten, für welche Zwecke und zur Linderung welcher Beschwerden man Rotlichtlampen einsetzen möchte. Für gelegentliche, punktuelle Anwendungen eignen sich vor allem kleinere Geräte, während man bei häufigeren oder großflächigeren Anwendungen eher zu größeren Infrarotlicht-Lampen greifen sollte.

Wichtig ist auch, darauf zu achten, ob die Lampe des Geräts getauscht werden kann. Sollte das nicht der Fall sein, muss man das gesamte Gerät wegwerfen, wenn die Lampe die maximal mögliche Zahl von Betriebsstunden erreicht hat. Das ist nicht immer wirtschaftlich und lohnt sich eigentlich nur bei sehr einfachen, kleinen und kostengünstigen Modellen und bei sehr sporadischem Einsatz.

So hilft Infrarotstrahlung der Gesundheit

Was kann Infrarotstrahlung fuer die Gesundheit tun

Um es gleich vorweg zu sagen: Belastbare medizinische Studien zu einer tatsächlichen Heilwirkung von Infrarotstrahlung gibt es bis heute nicht. Allerdings wird in diesem Bereich auch kaum geforscht – und bis vor wenigen Jahrzehnten waren Infrarotlampen immerhin fester Bestandteil von vielen Arztpraxen. Anwendung fanden sie dabei in vielen Fällen:

  • bei Hexenschuss
  • bei Bronchitis
  • bei rheumatischen Erkrankungen
  • bei Mittelohrentzündungen
  • zur Unterstützung der „Reifung“ von Abszessen
  • bei Fibromyalgie (ein Syndrom das gekennzeichnet ist durch Schmerzen in verschiedenen Körperregionen, Schlafstörungen und massive Erschöpfung)

Das Fehlen eindeutiger medizinischer Belege deutet dabei nicht unbedingt darauf hin, dass eine Therapie mit Rotlicht wirkungslos wäre – es wird lediglich in diesem Bereich nicht speziell geforscht. Das entspricht in etwa der Situation im Bereich von Heilkräutern: bei vielen Kräutertees oder traditionellen Kräutermischungen kann man von einer wohltuenden und gesundheitlichen Wirkung ausgehen und sie ist oft seit vielen Jahrhunderten erwiesen – auch wenn es keine expliziten medizinischen Belege dafür gibt. Auch heute noch raten Ärzte gelegentlich zu dem einen oder anderen Heilkraut – obwohl es keine Einzelstudien zur Wirkung gibt.

Wärmeanwendungen gehören immerhin schon seit Jahrhunderten zur Volksmedizin – von „warmen Wickeln“ bis hin zum Kartoffel-Umschlag oder dem erwärmten Kirschkernkissen. Bei der Infrarot-Bestrahlung handelt es sich ebenfalls um eine Wärmeanwendung.

Selbst wenn die Infrarotstrahlung nur eine wohltuende und erleichternde Wirkung bei manchen Beschwerdebildern hat, muss man sich diese nicht versagen. In der Regel spürt man meist sehr gut selbst, was einem guttut – und bei Infrarotkabinen und Infrarotlampen gibt es viele, überzeugende Erfahrungsberichte über positive Wirkungen auf die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden. Das sollte für die mangelnde Forschung durchaus entschädigen können.

Bei welchen Beschwerden kann man Rotlichtlampen und Infrarotkabinen anwenden?

Grundsätzlich eignen sich Infrarot-Anwendungen für alle Beschwerdebilder, die sich durch Wärme bessern lassen:

  • Erkältungen
  • chronischen Entzündungen der Atemwegsorgane
  • Rhinosinusitis (Schnupfen und Probleme mit den Nasennebenhöhlen)
  • Muskelverspannungen
  • bei Akne und Neurodermitis (lindernde Wirkung)
  • unterschiedliche Schmerzzustände (Achtung: Wärme darf niemals bei gerade akuten Entzündungsgeschehen verwendet werden, das würde sie verschlimmern!)
  • bei chronischen rheumatischen Erkrankungen
  • Müdigkeit, Erschöpfung, Anspannung
  • Stress
  • zur Entschlackung und Entgiftung des Körpers (vor allem Infrarotkabinen)
  • als Unterstützung beim Abnehmen

Eine Heilung von Krankheiten kann man durch Infrarot-Anwendungen allein nicht erwarten – aber sie können, wie jede Wärmeanwendung, in vielen Fällen einen wertvollen und unterstützenden Beitrag leisten.

Achten Sie einfach darauf, ob Ihnen Infrarotstrahlung gut tut – Sie können selbst am besten beurteilen, wann und wo sie sich damit besonders wohlfühlen.

Infrarot-Strahlung richtig und gezielt einsetzen

Achten Sie immer darauf, die angegebenen und empfohlenen Bestrahlungszeiten nicht zu überschreiten. Sie riskieren sonst möglicherweise Verbrennungen. Auch bei Infrarot-Anwendungen gilt nicht „viel hilft viel“ sondern eher der Grundsatz „mäßig aber regelmäßig“.

Beim Bestrahlen des Gesichtsbereichs sollten Sie unbedingt Ihre Augen schützen. Das alleinige Schließen der Augen ist wegen der geringen Liddicke nicht ausreichend, besonders nicht bei stärkeren Geräten. Schützen Sie auch immer die Augen von Kindern, während sie vor der Bestrahlungslampe sitzen.

Darüber hinaus sollten Sie sich immer mit dem Gerät und seiner korrekten Bedienung vertraut machen, bevor Sie es benutzen.

Unser Fazit

Infrarot-Anwendungen können einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit leisten. Das gilt insbesondere für Infrarotkabinen und Rotlichtlampen. Die Infrarotheizung ist dagegen eine interessante technische Anwendung dieser Strahlung.